Rosenheim

05. Juli 2011

Rosenheim ist eine der kreisfreien Städte in Oberbayern und liegt im geografischen Zentrum des gleichnamigen Landkreises. Wohl ein jeder kennt den Film “Out of Rosenheim” mit Marianne Sägebrecht. Rosenheim selbst mag in Deutschland sogar weniger bekannt sein als besagter Film. Dagegen soll an dieser Stelle ein wenig getan werden. Die Stadt Rosenheim liegt an den westlichen Ufern des Flusses Inn, der in dieser Region zu den größten Zuflüssen der Donau gehört. Sie ist mit über 60 000 Einwohnern die nach München und Ingolstadt drittgrößte Stadt des Regierungsbezirkes Oberbayern.

Rosenheim entstand im 13. Jahrhundert linksseitig des Inns als eine Ansiedlung von Schiffsleuten. Weil jedoch das Ufer des Flusses wegen seiner sumpfigen Beschaffenheit nicht bebaubar war, befindet sich das Zentrum der Stadt auch noch heute einige hundert Meter entfernt. Wie und weshalb die Stadt ihren Namen erwarb, ist recht unklar. Rosenheim wird als Name der om östlichen Innufer gelegenen Burg erstmals im Jahr 1234 erwähnt. Es wird angenommen, dass der Name der Stadt auf die Wasserburger Hallgrafen zurückgeht, die die Burg erbaut hatten und die eine Rose im Wappen trugen. Eine zweite Theorie geht davon aus, dass sich die Stadt ursprünglich Rossenheim nannte, in Anlehnung an die Rösser, die im Mittelalter die Transportschiffe den Fluss hinauf ziehen mussten. Als ein wichtiger Umschlagplatz für Güter aller Art, die auf dem Inn transportiert wurden, gewann der Ort schnell an Bedeutung. Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Rosenheim an das Eisenbahnnetz angebunden, was einen weiteren wirtschaftlichen Aufschwung mit sich brachte. Auf eine unrühmliche Zeit muss die Stadt Rosenheim zurückblicken, als in den 20 er und 30 er Jahren des vergangenen Jahrhunderts das Ausmaß der Judenbeschimpfung und -verfolgung wie eine Welle über die Stadt schwappte. Währen des zweiten Weltkrieges wurden durch Bombenangriffe alliierter Flieger beträchtliche Teile Rosenheims zerstört.

Dennoch kann die Stadt einige schöne Bauwerke vorweisen. Zu ihnen zählen das Mittertor, der Gillitzerblock mit seinen prächtig restaurierten Fassaden aus der Gründerzeit sowie das Ballhaus zu Rosenheim. Die beiden Pfarrkirchen St. Nikolaus und St. Josef werden von den für Bayern typischen Zwiebeltürmen geziert. Auch der Sport spielt in der Stadt eine nicht unerhebliche Rolle. Rosenheim ist einer der ältesten Eishockey-Standorte und der DJK Rosenheim wurde mehrmals Deutscher Meister in dieser Sportart. Neben Fußball werden in Rosenheim noch die Sportarten Kajak, Badminton, Boxen und Leichtathletik gepflegt.

Mittelalterliches Treiben auf Schloss Kaltenberg

04. März 2011

Bereits im Jahr 1979 hat Liutpold Prinz von Bayern die hervorragende Idee, auf dem Schloss Kaltenberg ein groß angelegtes Ritterturnier zu veranstalten und so der guten alten Ritter-Zeit, aus der das 1292 errichtete Schloss stammt, zu gedenken. Seit damals hat das Ritterturnier jedes Jahr, immer zur schönsten Sommerzeit, mitten im Juli, stattgefunden ist inzwischen bei Fans von mittelalterlichen Festen und Märkten überaus bekannt und beliebt. Kein anderes bayrisches Mittelalterfest zieht Jahr für Jahr so viele Freunde des ritterlichen Treibens an wie die Ritterspiele auf Kaltenberg. Dabei ist dieses Spektakel keinesfalls nur für Mittelalter-Fans zu empfehlen, sondern auch für „ganz normale“ Menschen absolut sehenswert. Niemand, der bei diesen energiegeladenen Shows einmal dabei gewesen ist, kann sich dem Charme und der besonderen Atmosphäre der Ritterspiele beim Schloss Kaltenberge entziehen.
Jedes Jahr werden verschiedene Stunttruppen geladen, die die Shows zu spektakulären Aufführungen der Spitzenklasse machen. Oftmals werden die ritterlichen Stuntshows als eine Art Kampf zwischen Gut und Böse aufgezogen, bei dem die Zuschauer sich aber keine allzu großen Sorgen machen müssen, wer aus diesen Kämpfen als Sieger hervorgehen wird.
Neben den eigentlichen Ritterturnieren wird den Besuchern ein Rahmenprogramm geboten, das kaum Wünsche offen lässt. Auf dem rieseigen Gelände um das Schloss treiben sich Gaukler herum, geben Musiker ihr Können zum Besten und verkaufen verschiedene Händler ihre (mittelalterlichen) Waren, Speisen und Getränke.
Specialguests werden in diesem Jahr die Bandmitglieder der Mittelalter-Rockformation „Tanzwut“ sein. Mit ihrer spektakulären Bühnenshow wird das ohnehin schon furiose Event zu einem absoluten Highlight des Festivalsommers 2011.